01.03.
2026

Das neue Buch von Horst Krohne wird veröffentlicht:

"Die Explosion des Herzbewusstseins.
Wie wir die Essenz in uns zum Erblühen bringen."

Leseprobe

Kapitel 6:

Folgen der immer schneller werdenden technologischen Gesellschaft

Wie wir in ihr leben können, ohne uns darin zu verlieren

KS (Karsten Schumacher): In der stets schneller werdenden technologischen Gesellschaft erleben wir immer mehr automatisierte Prozesse, Routinen und mechanische Abläufe. Erschaffen wir hier nicht etwas, das wir bald gar nicht mehr zu steuern wissen?

HK (Horst Krohne): Eine Folge des immer schneller werdenden technologischen Wandels in unserer Welt ist die, dass wir uns mehr und mehr von computergesteuerten Abläufen, automatisierten Prozessen und technologischen Verfahren abhängig machen. Die rasanten Veränderungen, die wir beobachten können, wie z. B. das Überhandnehmen der Technologisierung in vielen Lebensbereichen, die Digitalisierung der Gesellschaft, die Zunahme virtueller Räume usw., bergen in sich die große Gefahr, dass sich die Menschen nicht nur voneinander mehr und mehr isolieren, sondern sich auch zunehmend vom Leben selbst entfremden. Das kann zu einem Verlust von Lebensorientierung und Sinn führen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass wir – die eigentlichen Schöpfer dieser Technologien – die Steuerung an die vielen von uns erschaffenen Erfindungen abgeben. Man denke nur an den zunehmenden Einfluss von extrem hochleistungsfähigen Supercomputern und vollständig computerisierten Infrastrukturen oder hoch entwickelten KI-Systemen, die unseren Alltag mehr und mehr bestimmen. Wenn wir völlig von ihnen abhängig werden, kann dies dazu führen, dass wir mit der Zeit von ihnen kontrolliert und gesteuert werden.

Wir erleben also den Trend zu einer alle Bereiche des Lebens vereinnahmenden Technologie, in der die Regungen des Herzens immer weniger Relevanz haben, die Gefühlswelt der Menschen erstickt und viele Bereiche des zwischenmenschlichen Miteinanders zerstört werden.

Ein Blick in die technologische Arbeitswelt genügt, um festzustellen, dass die Berührungspunkte zwischen Mensch und Maschine immer enger und die Beziehungen zu anderen Menschen immer distanzierter werden. Nicht alles, was die Technik hervorgebracht hat, ist gut. Schauen wir uns doch allein die vielfältigen hochtechnologischen Waffensysteme an, die wir entwickelt haben, und die einige der vielen negativen Folgeerscheinungen des technologischen Fortschritts sind. Sie weisen eine immer größere Reichweite, Schlagkraft und Möglichkeit der Zerstörung auf. Sie stellen eine Gefahr für den ganzen Planeten dar. Ich bin nicht gegen die Technik. Aber alles, was ins Extreme geführt wird, ist ungesund.

Was wir brauchen, ist eine Wissenschaft und eine Technologie, die das LEBEN unterstützen und fördern, anstatt es zu vernichten. Die Technologien der Zukunft sollten dem Menschen auf seinem spirituellen Weg behilflich sein.

KS: Wir haben darüber gesprochen, dass alles in unserer Gesellschaft immer schneller und kurzlebiger wird. Und nicht nur das. Eine Flut von Reizen strömt auf uns ein, die zum Teil von einer Unmenge an technischen Geräten wie Fernseher, Radio, Computer, Spielkonsole, Smartphone etc. ausgehen. Warum haben wir uns all diese Geräte angeschafft?

HK: Die Werbereklamen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, reden uns ein, dass wir ohne die neuesten Produkte, die ständig auf den Markt kommen, nur ein »halber Mensch« wären. Ganz subtil wird uns suggeriert: “Du musst mich kaufen, am besten sofort, denn andernfalls bist du nicht komplett, nicht cool, nicht auf dem neuesten Stand” etc. Unser Unterbewusstsein wird mit verhängnisvollen Suggestionen gefüttert.

KS: Aber auch in Bezug auf unseren Körper sind wir unheilvollen Suggestionen ausgeliefert …

HK: Ja, schon in allerfrühester Jugend bekommen wir als Kinder von unseren Eltern fälschlich erklärt, dass unser Körper schwach oder gebrechlich ist. Schon in jungen Jahren sagt man uns, dass wir uns damit abfinden müssen, eines Tages alt und krank zu werden. Uns wird schon früh geraten, uns mit Vitaminpillen vollzustopfen. Wir bekommen eingeredet, dass wir prophylaktische Medizin brauchen und Nahrungsergänzungsmittel benötigen, um gesund zu bleiben. Wir bezahlen ein Vermögen für ein System, das uns durch raffinierte Suggestion weismachen will, dass wir in großer Gefahr sind, dass wir krank werden und immer krank bleiben, wenn wir seinen Rat nicht befolgen. Kommt es irgendwann im Alter zu Ausfällen oder Beeinträchtigungen des körperlichen Organismus, so führt unsere Medizin dies auf Verschleißerscheinungen und Überbeanspruchung des Körpers zurück. Dann werden Organe transplantiert, Gelenke versteift; es werden Operationen durchgeführt, selbst wenn es sich nur um Bagatellen handelt. Auf diese Weise geraten wir immer weiter in eine Abhängigkeit vom modernen Gesundheitssystem.

Wir sind nicht mehr Herr über unser Selbst, sondern das Opfer einer heimtückischen Verblendung geworden. Letztendlich geben wir die Verantwortung für unsere Gesundheit nach außen ab, an Ärzte und Therapeuten und an Institutionen wie Krankenhäuser, Kliniken und Reha-Anstalten.

Dabei ist klar, wenn unser Körper erkrankt, ist dies eine Folge davon, dass unsere Seele seit langem schwächelt und sie ihre Grundbedürfnisse nicht mehr erfüllen kann, weil wir keinen Kontakt zu ihr haben und stattdessen auf das Mainstream-Denken der Masse hören. Hüten wir uns also davor, uns von den trägen Ansichten und dem monotonen Trott der Masse anstecken zu lassen!

KS: Das, was den meisten Menschen zu fehlen scheint, ist eine gesunde Aufklärung.

HK: Ja, schon in der Schule sollte es ein Unterrichtsfach geben, das »Meine Gesundheit« heißt, und in dem man lernt, so früh wie möglich Selbstverantwortung für den eigenen Körper und die Seele, d. h. für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Schon in den Schulen müsste gelehrt werden, wie überaus weitreichend und effektiv unsere Selbstheilungskräfte sind und wie wir sie mit Selbstvertrauen und Selbstliebe aktivieren und für unsere Gesundheit einsetzen können.

Doch bedauerlicherweise ist das nicht der Fall. Viele Menschen werden über diese wichtigen Zusammenhänge in Unkenntnis gehalten. Daher werden sie krank.

Die Gesundheit, von der ich gesprochen habe, richtet sich ganz bewusst nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden, sondern zielt auch auf ein ausgeglichenes Innenleben ab. Wir müssen uns darüber im Klaren werden: Nicht nur der Körper erkrankt, sondern auch unsere Seele. Jede im Äußeren sich manifestierende Krankheit ist ein Hinweis darauf, dass in unserem Inneren noch etwas ungeklärt, d. h. noch nicht bearbeitet ist.

In der heutigen Zeit der Reizüberflutung und Informationsflut leidet unsere Seele massiv. Sie hat keine Zeit mehr, um das Erlebte zu verarbeiten. Die Folgen des technologischen Zeitalters sind unübersehbar: Alles läuft zunehmend schneller ab. Immer mehr Prozesse müssen in einer immer kürzeren Zeit verinnerlicht und integriert werden. Das, was unsere Seele derzeit mehr als nötig hat, ist Liebe und Zuwendung. Geben wir ihr mehr Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Räumen wir ihr mehr Platz ein für ihre Bedürfnisse, und vergessen wir nicht, dass ihr zentralstes Anliegen die Liebe ist. Das braucht viel Raum! Wie kann die Seele, die daran arbeitet, unser Herz zu öffnen und auszudehnen, ihre Aufgabe erfüllen, wenn wir ihr nicht immer mehr Raum geben?

Es ist wichtig, dass wir auf die Seele hören und uns selbst liebevoll annehmen. Es gibt keinen besseren Weg zu einem erfüllten Leben. Wenn wir seelisch ausgeglichen sind, d. h. wenn wir Klarheit in unserem Inneren erlangt haben, dann haben wir die erforderliche Stabilität, anderen helfen zu können.

Horst Krohne & Karsten Schumacher

Die Explosion des Herz-Bewusstseins.

Wie wir die Essenz in uns zum Erblühen bringen.

272 Seiten, Silberschnur Verlag,

ISBN: 978-3-96933-124-8

Ab MÄRZ 2026 im Buchhandel erhältlich.

zum Archiv